Sinnvoll Arbeiten

Bildergalerie Sinnvoll Arbeiten

Hofansicht
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Christina, Christian
Tanja, Clemens, Elisabeth, Katrin
Jakob

Jede/r wird gebraucht

 

Wir erschaffen und gestalten eine gemeinsame Lebensform

Am Loidhold-Hof wird gemeinsam eine Lebensform mit behinderten Menschen gelebt, die nicht für sie, sondern mit ihnen erschaffen und gestaltet wird. In dieser Gemeinschaft sind alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in die Lebens- und Aufgabenbewältigung eingebunden, jeder wird gebraucht und alle tragen sich gegenseitig. 

Wir brauchen uns gegenseitig, jeden Tag. Wenn gemeinsam die Felder bestellt, die Kühe gefüttert, das Gemüse angebaut und geerntet, das Brot gebacken, das Essen zubereitet wird, das zu Mittag auf den Tisch kommen muss.

Die Arbeitsmöglichkeiten am Hof sind so vielfältig, dass jede/r seinen eigenen Zugang finden kann und einen sinnvollen Beitrag leisten kann.

Wir arbeiten vielfältig zusammen

 

Unser Lebensumfeld am Loidhold-Hof ist ein traditioneller Bauernhof, der außerhalb von Sankt Martin im Mühlkreis idyllisch oberhalb der Donau liegt. Auf über 20 ha Wald-, Feld-, Wiesen- und Gartenflächen ist Platz für unsere Tiere, bauen wir Futter, Getreide und Gemüse an und schlägern im Winter unser Brenn- bzw. Bauholz. Ein achtsamer Umgang mit der Natur und den Tieren ist die Basis für das menschliche Miteinander am Hof.

Die Landwirtschaft wird nach den Grundsätzen der biologisch-dynamischen Wirtschaftsweise geführt, wir sind ein zertifizierter Demeterbetrieb. Der Garten als Gemüse-, Stein, Blumen- und Kräutergarten erfreut und nährt. Handwerklich und künstlerisch geht es in der Tischlerei zu. Rhythmus und Wärme strömen aus der Weberei. Köstlicher Duft aus der gemeinsamen Küche. Unser Brot und Gebäck, aber auch die leckeren Kuchen und Süßigkeiten werden in der eigenen Bäckerei zubereitet. Im ganzen Haushalt herrscht Sorgfalt und eine beseelte Atmosphäre.

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Zukunft und Beruf

 

Persönliche Zukunftsplanung

Wir beraten regelmäßig über die Zukunft der begleiteten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Dabei orientieren wir uns am Konzept der „Persönlichen Zukunftsplanung“. Die Gespräche mit den begleiteten Mitarbeitern, Bewohnern, deren Angehörigen und Eltern haben sich dabei von klassischen „Problemlösungs-Gesprächen“ in Richtung „persönlichen Perspektiven-Gespräche“ gewandelt. Potentiale und Möglichkeiten treten in den Vordergrund, Defizite und Fehler haben stark an Bedeutung verloren. Von allen Beteiligten wird die positive und konstruktive Gesprächsatmosphäre hervorgehoben. „Bisher habe ich mich vor solchen Gesprächen immer gefürchtet, heute ist mir zu ersten Mal das Herz aufgegangen und ich freu mich schon auf unser nächstes Zusammentreffen“, so ein erleichteter Vater.

Berufliche Perspektiven

In ganz Europa gibt es für beeinträchtigte Menschen ab einer gewissen Lernschwelle keine anerkannten beruflichen Aus­bildungen. Somit ist ihnen ein wichtiger Bereich sozialer und gesellschaftlicher Teilhabe verwehrt. Vor dem Hintergrund unseren eigenen Erfahrungen verfolgen wir die Idee einer inklusiven Ausbildung, die sich an der biografischen Entwicklung jedes Einzelnen, seinen individuellen Fähig­keiten und Potentialen orientiert und den zentralen Forderungen der Behindertenrechts-Konvention, dem Gefühl der eigenen Würde (sense of dignitiy) und dem Gefühl der sozialen Zugehörigkeit (sense of belonging) gerecht wird. Das ist für Europa einmalig und zugleich wegweisend.

Inklutrain ist nach Inklufar ein weiteres Erasmus+ Projekt, an dem der Loidholdhof beteiligt ist.

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