FEST DES LEINS - SOMMERFEST AM LOIDHOLDHOF
- https://loidholdhof.at/termine-und-aktuelles/fest-des-leins-sommerfest-am-loidholdhof
- FEST DES LEINS - SOMMERFEST AM LOIDHOLDHOF
- 2026-06-27T15:30:00+02:00
- 2026-06-27T23:59:59+02:00
- Wir laden ein zu unserem Fest Sommerfest am Loidholdhof mit Geigenwanderung. Samstag, 27. Juni. 2026 Beginn 15.30 Uhr mit kulinarischen Besonderheiten aus unserer Küche Marionettentheater Märchen an Fäden mit der Märchenkomödie „Zwerg Nase“ Live-Musik: Reinhold Kletzander und Johnny M - Smallrock, "The Tunez" - traditional Irish Folk und Trommelgeiger - Improvisierte Wirtshausmusik. Eingeladen: HG Gutternigg. Kinderprogramm, Knackerbraten, Hofführungen, Sonnwendfeuer und vielem mehr...
- Wann 27.06.2026 ab 15:30 (Europe/Vienna / UTC200)
-
Termin zum Kalender hinzufügen
iCal
FEST DES LEINS - Sommerfest am Loidholdhof
Geschichte des Leins
Lein, auch als Flachs bekannt, zählt zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschheit. Bereits seit mehr als 10.000 Jahren wird sie vielfältig genutzt: Einerseits für die Herstellung von Textilien, andererseits als Heilmittel und zur Gewinnung von Öl. Lein wurde schon in der Steinzeit als Öllein oder als Faserlein angebaut. Der Artname leitet sich vom lateinischenWort linum („Faser“) ab. Die Aussaat und die Ernte lassen sich bereits auf altägyptischen Wandmalereien nachlesen.
Die Geschichte des Leins ist eng mit dem Mühlviertel verwoben. Er gilt als das flüssige Gold des Mühlviertels und hat jahrhundertelang die Wirtschaft, die Landschaft und die Kultur dieser Region wie kaum eine andere Pflanze geprägt.
- Da der karge, raue Granitboden des Mühlviertels für anspruchsvolles Getreide ungeeignet war, bauten die Bauern ab dem 13. Jahrhundert Flachs an. Dieser gedieh auf den kargen Böden hervorragend.
- Das weiche, kalkarme Wasser der Mühlviertler Flüsse (wie der Großen und Kleinen Mühl) eignete sich perfekt, um die gewebten Stoffe weiß zu bleichen.
- Was als winterliche Heimarbeit von Keuschlern und Kleinbauern begann, entwickelte sich vom Spätmittelalter bis ins 18. Jahrhundert zu einem mächtigen Wirtschaftszweig. Das Mühlviertel stieg zu einem weltweit anerkannten Zentrum der Leinenproduktion auf. Die Stoffe wurden über Handelszentren wie Neufelden bis nach Italien und Übersee exportiert und brachten der einst verarmten Region großen Wohlstand.
Mit der Erfindung mechanischer Webstühle und dem Siegeszug der Baumwolle brach der Markt weitgehend ein, und der Lein-Anbau verschwand fast völlig.
Bio-Lein – ein Gewinn für alle
Nachdem der Lein europaweit fast verschwunden ist, erlebt er seit den 2000er-Jahren ein spektakuläres Comeback.
Die Liste der Vorzüge und Talente des Leins ist lang:
Gesundheit & Medizin
Leinsamen sind aus gesundheitlicher Sicht äußerst wertvoll. Die darin enthaltenen Ballaststoffe und Schleimstoffe quellen im Darm auf, was die Verdauung reguliert und fördert. Darüber hinaus sind Leinsamen reich an Omega-3-Fettsäuren, insbesondere Alpha-Linolensäure, die entzündungshemmend wirkt und so Entzündungen im Körper hemmt. Ein weiterer Pluspunkt: Lignane und Fettsäuren in Leinsamen senken nachweislich den Cholesterinspiegel und schützen die Gefäße, was dem Herz-Kreislauf-System zugutekommt. Wird Leinsamen aufgekocht, entsteht ein Schleimschub, der sich wie ein Schutzfilm über die Magenschleimhaut legt und so den Magen beruhigt.
Küche & Ernährung
Leinsamen und Leinöl werden als regionales Superfood geschätzt und bieten eine umweltfreundliche Alternative zu Chiasamen. Ihr nussiges Aroma verfeinert zahlreiche Speisen, beispielsweise Pellkartoffeln mit Quark. Frisch gepresstes Leinöl sorgt dabei für eine besondere Geschmacksnote. Auch in der veganen Küche sind Leinsamen vielseitig nutzbar: Mit Wasser vermischtes Leinsamenmehl quillt auf und bindet Teige beim Backen ähnlich wie Hühnerei, sodass es als Ei-Ersatz verwendet werden kann.
Textil & Industrie
Leinenfasern überzeugen durch ihre Atmungsaktivität: Sie nehmen Feuchtigkeit hervorragend auf, trocknen schnell und kühlen die Haut insbesondere im Sommer. Die Naturfaser ist zudem extrem strapazierfähig, reißfest und wird durch häufiges Waschen sogar weicher. Aus Flachsfasern entstehen heute nachhaltige, bio-basierte Verbundstoffe, die im Fahrzeugbau und für Sportgeräte verwendet werden. Leinöl wiederum dringt tief ins Holz ein, härtet dort aus und schützt Möbel und Böden als natürlicher Firnis – ein natürlicher Holzschutz.
Landwirtschaft & Ökologie
Flachs ist in der Landwirtschaft besonders anspruchslos: Er wächst auch auf kargen Böden und benötigt kaum Dünger oder Pestizide. Die hellblauen Blüten des Flachs bieten im Frühsommer eine wichtige Nahrungsquelle für Insekten, insbesondere Bienen, und leisten somit einen wertvollen Beitrag zur Biodiversität.
Ökologische Landwirtschaft am Loidholdhof
Von einer gesunden ökologischen Landwirtschaft profitiert der Boden, die Pflanzen, die Tiere und Insekten und letztendlich der Mensch. Nur sorgfältig ausgewähltes, gentechnikfreies, robustes und standortangepasstes Saatgut, nach Möglichkeit aus eigener Vermehrung, finden dabei den Weg in unsere Böden. Wir fördern die Mikroorganismen, achten auf eine vielfältige und humusaufbauende Fruchtfolge, arbeitet mit Zwischenfruchtanbau, Gründüngung und Untersaaten, und fermentieren bzw. kompostieren allen unseren pflanzlichen und tierischen Dünger.









