2013 Kunst- und Kulturreise nach Istanbul

Unsere 15köpfige Gruppe war in einer Jugendherberge im Zentrum, ca. 10 Minuten von der Hagia Sophia entfernt, untergebracht.

Beim ersten Abendessen über den Dächern von Istanbul gleich neben der blauen Moschee hörte wir das erste Mal den Ruf des Muezzins, der die Muslime zum Gebet auf- ruft. Es war ein Eintauchen in die orientalische Kultur.

Am Mittwoch widmeten wir uns der frühchristliche Zeit von Istanbul und besuchten die Hagia Sophia, Kirche der Heiligen Weisheit. Diese byzantinische Kirche aus dem 6. Jahrhundert ist heute als Museum zu besichtigen. Beeindruckend waren die vielen gut erhaltenen christlichen Mosaike.

Nicht weit von der Hagia Sophia war der Abgang zu der Cisterna Basilica, einem ehemaligen Wasserspeicher für den großen Palast der byzantinischen Kaiser. Tief unter der Erde trauten wir unseren Augen nicht! Dieses Wasserreservoir glich einem versunkenen Palast mit zwölf Reihen von 28 Säulen, die 6 Meter in die Höhe ragten und das Gewölbe mit korinthischen Kapitellen tragen.

Nach diesen ersten Eindrücken von Istanbul tat ein Spaziergang durch den Gülhane Park zum Meer gut. Die Freundlichkeit der Istanbuler, die wir immer wieder erfahren durften, erlebten wir auch bei diesem Spazier- gang, wo uns ein Popkornverkäufer etliche Sackerln mit frischem Popkorn schenkte.

Der Topkapi Palast und das archäologisches Museum standen am Donnerstag am Plan.

Am Freitag zeigte uns Herr Baki Bilgili ein Schule für beeinträchtigte Menschen in Istanbul. Es war beein- druckend, mit welchen einfachen Mitteln diese Schule geführt wird, weil diese ohne staatliche Unterstützung auskommen muss.

Auf Rat von Herrn Baki Bilgili besuchten wir am nächsten Tag die Prinzeninseln im Südosten von Istanbul. Per Fähre ging es danach über das Marmarameer zu der größten Insel Büyükada. Die Überfahrt bot uns einen wunderbaren Blick auf Istanbul mit seinen über 3.000 Moscheen und 40 Kirchen, auch konnten wir die Größe dieser Stadt mit ihren über 12 Millionen Einwohnern von der Meeresseite nur erahnen.

Am Sonntag ließen wir uns von einem Taxi zu der Chora-Kirche bringen. Diese byzantinische Kirche mit ihren Fresken und Mosaiken zählt zu den bedeutendsten Sakralbauten weltweit. Die Mosaike mit den Motiven der Menschwerdung Gottes und der damit verbundenen Erlösung der Menschen waren wie eine bildliche Geschichte.

Am letzten Tag besuchten wir noch den großen Bazar. Über eine Fläche von 30.000 m2 in einem beinahe riesigen Labyrinth werden Schmuck, Keramik, Teppiche, Kleidung, Antiquitäten und vieles mehr angeboten. Dort herrschte ein orientalisches Verkaufsflair, wo richtig gehandelt und gefeilscht wurde.

Liese Grusch arbeitet seit 2009 am Loidholdhof in der Wohnbetreuung und in der Verwaltung. Sie ist Mitglied im Hofleitungsteam.

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